Architektenkammer NRW

Architektenkammer NRW | Künstlergespräch

MARCUS SCHWIER: DUESSELDORF

10. APRIL um 18.00 Uhr

Zollhof 1

40221 Düsseldorf

 

In seiner Ausstellung „Marcus Schwier: DÜSSELDORF“ im Haus der Architekten zeigt Schwier noch bis zum 30. April Auszüge aus acht Fotoserien. Der Fotograf gibt eine exklusive Künstlerführung am 10.04.18, um 18.00 Uhr.

MARCUS SCHWIER: DUESSELDORF

Rheinstadion 2001, Photo Marcus Schwier

„Marcus Schwier ist ein Suchender. Einer, der mit der Kamera dokumentiert und neue Sichtweisen auf die Stadt ermöglicht.“ Dr. Jule Schaffer von der Photografischen Sammlung der SK Stiftung Kultur in Köln zeigte sich am 16. Februar fasziniert von den Fotoserien und der konzeptionellen Vielfalt des künstlerischen Schaffens des Düsseldorfer Fotografen Marcus Schwier.

In seiner Ausstellung „Marcus Schwier: DÜSSELDORF“ im Haus der Architekten zeigt Schwier noch bis zum 10. April Auszüge aus acht Fotoserien, die er zu einzelnen Objekten in den vergangenen zwei Dekaden erstellthat. Einige, wie das Rheinstadion, der Tausendfüßler oder das Studienhaus, sind heute verschwunden, andere haben sich weiterentwickelt.

„Entstanden sind Fotografien von großer emotionaler Dichte“, beschrieb Dr. Jule Schaffer die Wirkung der Arbeiten Schwiers. Die mit Infrarottechnik realisierten, dokumentarisch-poetischen Aufnahmen des leeren Rheinstadions, die kurz vor dessen Abriss entstanden, brächten „sowohl assoziativ die Glorie vergangener Fußballspiele als auch in der Rückschau-atmosphärische Erinnerungsmarker eines nicht mehr vorhandenen öffentlichen Raumes“ hervor.

Marcus Schwier lässt sich in seinem Werk vielfältig beeinflussen. Klare Vorbilder in der Fotografie, so der Künstler anlässlich der Vernissage am 16. Februar im Haus der Architekten im Gespräch mit AKNW-Pressesprecher Christof Rose, habe er nicht. „Mein Studium der Architektur hat mich sicherlich beeinflusst, vor allem aber Künstler wie Erwin Heerichoder Ernst Kasper, die den Raum gestalten.“ Deutlich werden diese Einflüsse beispielsweise in den Aufnahmen von Schloss Benrath, die Sichtachsen und Blickbeziehungen thematisieren; oder in der Serie „round about & straight ahead“ aus dem Jahr 2010, in der Marcus Schwier Sonnenbadende auf den Düsseldorfer Rheinwiesen aus der Halbvogelperspektive ablichtet – und dabei weniger die Menschen als ihre Art und Weise, sich im Raum zu positionieren, beschreibt.

„Die Zusammenschau der Fotoserien aus zwei Dekaden zeichnet auch ein historisches Portrait der Stadt“, erklärte der Vizepräsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Klaus Brüggenolte, in seiner Einführung. Die Fotos regten dazu an, darüber nachzudenken, was dem Betrachter selbst als Bauwerk beeindrucke, was als essenziell für die Identität der Stadt wahrgenommen werde. „Das ist ein radikal subjektiver Blick, der aber starke Impulse aussendet für eigene Reflexionen.“

Die Ausstellung ist bis zum 30.04.18 kostenfrei im „Haus der Architekten“ zu sehen. Künstlerführung am 10.04.18, 18.00 Uhr. Anmeldung bei der Architektenkammer NRW erbeten.

Marcus Schwier, image architect. Born in 1964 in Düsseldorf, Germany, Marcus Schwier discovered his fascination for photography while in school. After earning his architecture degree in 1985, he worked in various architectural offices before returning to school in 1993 — this time to formally study photography at the Düsseldorf Art Academy. While at the Academy, Schwier experimented with camera obscuratechniques. Today, the freelancer works on both commercial and artistic projects, concentrating on landscape and architectural photography. Schwier has balanced the artistic work in his studio in Düsseldorf with his global career. On the one hand, he brings the highest standards to the images he shoots as a commercial photographer working on advertising concepts, brochures, and campaigns for such clients as Mercedes Benz, Audi, Thyssen-Krupp, and Deutsche Bank. On the other hand, he doesn’t lose sight of his artistic ambitions and is always looking for new and surprisingly compelling shots. His ground-breaking “Nightshots,” begun using film photography, builds on his Academy experience of shooting long exposures that emphasize the phenomenon of the night itself more than the subjects of the shots. Schwier explains that the nocturnal scene reduces an image to its barest meaning, since the most essential things are already lit; but almost as an afterthought, his long-exposure shots also succeed in bringing light into otherwise pitch-dark corners and niches, uncovering the strangeness of time and moment. Schwier is the recipient of major prizes and awards, including the DG Bank International Photography Award.

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