AUSSTELLUNG: NIGHTSHOTS

LAUFZEIT 24.09. – 30.10.2021

VERNISAGE 23.09.2021 UM 19.00 UHR

VIVIAN LAUX-EGGERT, VISULEX – GALLERY FOR PHOTOGRAPHY

LOOGESTRASSE 6

20249 HAMBURG

Marcus Schwier: Infrarot Kaktus
Marcus Schwier, 2001 Kaktus

PHOTOPIA HAMBURG: Der renommierte Düsseldorfer Architektur- und Landschaftsfotograf Marcus Schwier hat eine Auswahl seiner über mehrere Jahrzehnte aufgenommenen Fotografien unter den Titel Nightshots gebündelt. Innerhalb der einzelnen Themenblöcke wird die gesamte Bandbreite von Infrarotfilm und Nachtaufnahmen gezeigt. Dem Betrachter stellt sich die Frage was sind Tag- und was sind Nachtaufnahmen? Dieses reizvolle Spiel der Wahrnehmung wird verbunden mit der Konzentration auf Flächen und Strukturen, Licht und Schatten, Linien und Perspektiven des studierten Architekten und Fotografen.

„Nachtaufnahmen reduzieren ein Bild auf Entscheidendes. Alles Wesentliche ist ausgeleuchtet“, erklärt Marcus Schwier

Als Fotokünstler ist Schwier seit Mitte der 1990 Jahre in nationalen und internationalen Museen, Galerien und Ausstellungen vertreten. Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen zählen: Kunsthalle Düsseldorf (2019), Museum Ratingen (2019), Kunstmuseum Ravensburg (2018), Ludwig Galerie Schloss Oberhausen (2017)

ZUR AUSSTELLUNG ERSCHEINT EIN KATALOG IM ORIGINAL-VERLAG

Marcus Schwier 2010 Düsseldorf

Das Comeback des Picknicks

Corona verleidet manchem Zeitgenossen den Besuch im Restaurant. Auswärts speisen geht aber auch anders: bei einem Picknick. Der traditionelle Open-Air-Verzehr erlebt in diesen Zeiten eine Renaissance.

Es freut mich, das meine Bildserie „roundabout & straight ahead“ aus dem Jahr 2010 nichts an Aktualität verloren hat. Die Rheinische Post berichtet.

Am Anfang steht eine gute Idee. Ihr folgt ein Plan. Dann wird es ernst: Die Begegnung mit der Wirklichkeit offenbart ungeahnte Abweichungen. Überraschungen tauchen auf – positive wie negative. Wir durchwaten ein Wechselbad von Enttäuschung und Euphorie. Am Ende aber ist alles gut. Meistens jedenfalls. Und je länger das Erlebte zurückliegt, desto besser wird es in unserer Erinnerung.

So war es damals, beim Zelten. Die Vorstellung von grenzenloser Freiheit kollidierte hart mit Regen, Matsch und Mücken. Die Nacht konnte zuweilen kalt werden, das Gas des Campingkochers ausgehen, die Luft der Matratze entweichen. Trotzdem: Es war toll. Der Platz am See, die Leute nebenan, die Sterne am Himmel.

Und jetzt: Der Gedanke, mal wieder anderswo als zu Hause zu essen, stößt auf Hindernisse: Richtig gemütlich wird es wahrscheinlich nicht, bei all den Corona geschuldeten Abständen im Restaurant. Einen größeren Tisch mit ein paar Freunden oder der ganzen Familie zu ergattern, ist schwierig geworden, und überhaupt: Wo Menschen sind, da sind auch Viren.

Plötzlich taucht sie auf, unsere zündende Idee: Wie wäre es mit einem Picknick? Keine Registrierung, freie Platzwahl, frische Luft, kurzum: grenzenlose Freiheit. Ameisen, Sonnenbrand, feuchte Wiese, ausgelaufener Fruchtsaft? Ganz weit weg. Noch.

Anscheinend sind wir mit unserem Einfall nicht die einzigen. Seit Corona erlebt das Picknick, das die Großeltern noch mehr schätzten als die Eltern, eine Renaissance. Die Nachfrage nach Weidenkörben sei gestiegen, heißt es im Gartencenter, findige Dienstleister bieten vermehrt fertig zusammengestellte Menüs zum Mitnehmen an, und der exotische Picknickplatz auf dem Förderturm der Schachtanlage Zollverein 3/7/10 ist wegen der aktuell „erhöhten Nachfrage“ sogar erst ab dem kommenden Jahr wieder buchbar.

Natürlich ist picknicken auch außerhalb von grassierenden Pandemien seit geraumer Zeit ein beliebte Alternative zur geselligen Nahrungsaufnahme in reizvollem Rahmen. In Paris nimmt die altehrwürdige Académie française die Neuschöpfung „pique-nique“, zu Deutsch etwa: eine Kleinigkeit herauspicken, bereits im Jahre 1740 in ihren Sprachschatz auf. Ein noch älterer Beleg für den appetitlichen Begriff findet sich in Tony Willis Abhandlung „Les Origines de la Langue Françoise“ von 1692. Umschrieben wird damit ein gemeinsames Essen, zu dem jeder Teilnehmer eine Kleinigkeit mitbringt und das sowohl drinnen wie draußen stattfinden kann.

Wie auch immer: Die vornehme Zurückhaltung, die in „Picknick“ zum Ausdruck kommt, lässt einen eher nicht an die mitgebrachte Mahlzeit denken, die hungrige und verschwitzte Tagelöhner am Rande eines Feldes verschlingen. Wer also schon im 17. Jahrhundert zu einem Picknick aufbrach, verfügte wohl über ein gewisses Maß an Muße, damit womöglich auch über Geld, und er krönte diesen Luxus mit stilvollem Genuss – oft in der freien Natur, in die es damals vor allem jene hinaus zog, die nicht jeden Tag unter deren Launen zu leiden hatten.

Die Vermutung liegt nahe, dass adelige Jagdgesellschaften schon sehr früh die Annehmlichkeiten eines Imbisses während der Hatz zu schätzen wussten. Und dass es der französische Adel war, der dieser Outdoor-Leidenschaft besonders frönte, ist ebenfalls kein Geheimnis. Doch damit war ziemlich genau 1789 Schluss. In den königlichen Gärten und Parks lustwandelte und picknickte fortan das Volk, während die von ihm angezettelte Französische Revolution etliche Blaublüter ins Exil trieb.

Zum Beispiel nach England. Dort gerät das Picknick im 19. Jahrhundert zu einer opulenten Schönwetter-Veranstaltung, als die gehobenen Stände seinen Charme entdecken. Queen Victoria ist begeistert vom Draußen-Speisen, und es sind längst nicht mehr Kleinigkeiten, die sie auffahren lässt: Die mitgebrachten Tische biegen sich förmlich unter Braten, Pasteten, Kuchen und Obst, dargeboten auf schwerem Sheffield-Silber und überbordenden Etageren.

Uns fällt jedenfalls beim Stichwort „Picknick“ stets ein moderner Klassiker ein, der ausgesprochen britisch daherkommt: Ein flotter Morgan Plus 8-Roadster mit einem verchromten Gepäckträger auf dem Kofferraumdeckel, darauf mit Lederriemen festgeschnallt ein geflochtener Korb, angefüllt mit sorgsam arretiertem Geschirr und Besteck, bunten Servietten nebst einer karierten Decke.

Nun besitzen wir weder den Roadster, noch ergreift uns die Lust, den ganzen Krempel hernach zu spülen. Dennoch darf es durchaus einmal gepflegter zugehen, als man es sonst beim Open-Air-Verzehr von Currywurst, Fischbrötchen oder Pommes im Alltag gewohnt ist.

Der Plan sieht deshalb Folgendes vor: Kleine panierte Hähnchenbrustschnitzel in der Tupperdose mit einer Sauce zum Dippen im verschraubbaren Glas, in dem sich einst Marmelade befand. Sandwiches (benannt nach John Montagu, dem vierte Earl of Sandwich, der im 18.Jahrhundert quasi ein Wegbereiter der Picknick-Kultur war, indem er ein Stück Fleisch zwischen zwei Brothälften klemmte und den Essens-Aufwand damit erheblich reduzierte) mit einem Thunfisch-Kapern-Aufstrich in Frischhaltefolie verpackt. Verschraubbare Gläser, diesmal gefüllt mit einem Mix aus Salaten, die Sauce extra, damit er nicht zusammenfällt. Mundgerecht geschnittene Möhren und Kohlrabi für zwischendurch. Zum Nachtisch werden Äpfel und Bananen eingepackt, deren Reste man getrost der Wildnis überlassen kann. Auf das selbstreinigende Geschirr, das schwedische Tüftler vor Jahren entwickelt haben, können wir somit verzichten. Echtes Besteck dagegen muss sein, ebenso robustes Glas für den Piccolo-Champagner. Das eine kommt anschließend in eine Plastiktüte, das andere wird in die mitgeführten Stoffservietten gewickelt.

Jetzt wird es ernst.

INFO: Picknick ist auch politisch

Grenzüberschreitung Am 19. August 1989 nutzen rund 700 Urlauber aus der DDR das „Paneuropäische Picknick“, das ungarische Oppositionelle in Sopronköhida an der ungarisch-österreichischen Grenze veranstalten, zur Flucht ins nahe Sankt Magarethen im Burgenland. Die Grenzschützer schreiten nicht ein. Es ist die Ouvertüre zum Berliner Mauerfall drei Monate später.

Nationalfeiertag Im Jahre 2000 beging Frankreich seinen Nationalfeiertag mit einem Riesen-Picknick: einer über 600 Kilometer langen rot-weiß-karierten Tischdecke, die von Dünkirchen im Norden bis an die spanische Grenze ausgebreitet war. In den USA ist der amerikanische Unabhängigkeitstag am 4. Juli ein beliebter Tag, um zu picknicken

Skandal 1863 wies der Pariser Salon das Bild des französischen Malers Édouard Manet „Das Frühstück im Grünen“ ab. Es zeigt zwei Frauen mit ihren Liebhabern beim Picknick unter Bäumen – eine von ihnen ist nackt. Nach Protesten wies Kaiser Napoleon III. persönlich die Ausstellung an, das Werk zu zeigen.

Mit einem mittelschweren Rucksack und einer 1a-Öko-Bilanz geht es an einem spätsommerlichen sonnigen Samstag-Vormittag in den Wald. Die Freunde haben zum verabredeten Treffen auf einer Lichtung auch noch Pappbecher mit heißen Kaffee in der Thermoskanne mitgebracht, was uns daran erinnert, dass es einen weiteren Picknick-Pionier gab: 1903 ließ sich der deutsche Glasbläser Reinhold Burger eine Isolierflasche mitsamt Trinkbecher patentieren, die damals noch mit einem Korkverschluss ausgestattet war. High-Tech ist allenfalls unsere wasserdichte Picknickdecke, die sich so klein zusammenfalten lässt, dass sie sogar in die Hosentasche passt.

Aus einem Sicherheitsabstand von weit über 1,5 Meter Entfernung prosten weitere Picknick-Pilger den neuen Nachbarn zu. Das ist trotzdem bedeutend weniger als die sichere Entfernung, die Freunde des Freilicht-Schmausens aus aller Herren Länder etwa zum Schlachtfeld an der Krim einhielten, wo die Türken zwischen 1853 und 1856 mit ihren Verbündeten Frankreich und Großbritannien im ersten modernen Stellungskrieg gegen Russland kämpften. Mit Fressalien und Feldstecher ausgerüstet amüsierte man sich seinerzeit ausgiebig am Rande des blutigen Spektakels. „Die Damen genossen das Vergnügen sehr“, schwärmte Captain Robert Portal vom Vierten Leichten Dragoner-Regiment in einem Brief an seine Schwester.

Uns reicht der Nervenkitzel, den dunkle Wolken hervorrufen, die am frühen Nachmittag aufziehen. Doch der Schampus entfaltet seine beruhigende Wirkung. Das Essen hat tatsächlich anders geschmeckt als daheim, irgendwie aromatischer, jetzt, wo man den Gaben von Mutter Natur so viel näher war als sonst. Und erst der Mut, sich ohne Heizpilz, ohne schützenden Schirm, ja ohne die Möglichkeit, einen Kellner herbeirufen zu können, so weit an den Rand der Zivilisation zu wagen. Das ist… nennen wir es Haltung.

Der harte Boden, die Schweißausbrüche, wenn die Sonne ab und zu doch sengte, die Blätter, die auf die angebotenen Blätterteig-Pasteten segelten, die Fliegen und der im Gegensatz zum Hinweg irgendwie doppelt so lange Rückweg? Je weiter das alles zurückliegt, desto mehr verblasst die Erinnerung an solche Nebensächlichkeiten.

Es war toll.

Text: Martin Bewerunge

Quelle: Rheinische Post vom 11. September

Düsseldorf Der Architekturfotograf Marcus Schwier hat die menschenleere Stadt in dieser außergewöhnlichen Zeit porträtiert. Seine Bilder versteht er auch als Dokumente der Zeitgeschichte.

Corona Krise Düsseldorf Altstadt
Altstadt Düsseldorf, Stillleben | Photo Marcus Schwier

So eine menschenleere Stadt sei ideal für jemanden wie ihn, sagt Marcus Schwier. Er ist Architekturfotograf und bewegt sich zurzeit mit Kamera und Stativ durch Düsseldorf. Und hält einen Zustand fest, den er so noch nie vor der Linse hatte. Ein Flughafen, durch den er alleine streift, da nur drei Flüge auf der Anzeigetafel stehen. Die Königsallee, auf der niemand mehr vor Gucci oder Louis Vuitton Schlange steht. Die Düsseldorfer Altstadt, in der alle Restaurants und Bars geschlossen sind, und niemand betrunken und grölend durch die Bolkerstraße läuft. „Städte sind für den Menschen gemacht, sie lebten von Aktivitäten und Angeboten. Im Moment hat sie, bis auf das Wohnen, keine Funktion mehr“, sagt er.

Beim Fotografieren mache Schwier sich auch immer Gedanken über das Objekt, über die Situation. Und nun sei es an der Zeit, Stadträume als urbanes Ensemble zu hinterfragen. Wenn er Außenräume – also Landschaften – fotografiert, versucht er, die Beziehung von Mensch und Natur mit einfließen zu lassen: „Mich interessiert, wie sich beides beeinflusst“, sagt er.

Räume haben ihn schon immer interessiert. Nach dem Studium der Architektur lernte er von 1993 bis 1998 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Ernst Kasper mit dem Schwerpunkt Fotografie. Nach seinem Abschluss war er viel unterwegs, reiste unter anderem nach Island, in die Vereinigten Staaten und nach Grönland.

„Ich habe auf allen Kontinenten fotografiert“, sagt er. Für seine Architekturaufnahmen in Metropolen auf der ganzen Welt ist er auch international bekannt.

Mit seinen „Stadtporträts“ ist er viel in Deutschland unterwegs. Städte wie Ravensburg und Fürth laden ihn ein, das Äußere, also vor allem die Architektur, und das Innere, die Menschen, mit dem Blick eines Fremden einzufangen. Anschließend werden die Fotografien in Kunstmuseen und Galerien ausgestellt. Auch für seine Heimatstadt Düsseldorf hat er ein Stadtporträt erstellt und dafür Fotografien der vergangenen 30 Jahre ausgestellt. Seine neuen Fotografien des irritierend menschenleeren Flughafens und der Alt- und Innenstadt seien eine Erweiterung dessen: „Mir ist es wichtig, die Stadt in diesem außergewöhnlichen Zustand festzuhalten“, sagt er.

Schließlich seien seine Fotografien immer auch ein Dokument ihrer jeweiligen Zeit. Die Menschen würden den Ist-Zustand oft einfach hinnehmen – wie ausverkauftes Klopapier, leere Gassen und Masken. Die seien nichts Besonderes mehr. „Wir müssen das festhalten, sonst vergessen wir, wie es wirklich war“, sagt Schwier. Beeinflusst ist er von den Traditionen Stanley Kubricks, der lange als Fotograf arbeitete, bevor er als Regisseur weltberühmt wurde. Kubrick sei immer ans technisch maximal Machbare gegangen, habe vieles ausprobiert und nach den Worten Schwiers so eine neue Bildästhetik geschaffen.

Bestes Beispiel sei der Film „Barry Lyndon“, der wohl ästhetischste Filme des Regisseurs. Die Innenaufnahmen wurden nämlich ausschließlich mit Kerzenlicht beleuchtet. Auch Schwier experimentiert viel, indem er beispielsweise ein neues Objektiv auf eine alte Kamera setzt oder Equipment nutzt, das nicht frei verkäuflich ist, Spezialkameras für Forensiker und Wissenschaftler zum Beispiel. Wie bei Kubrick sind auch seine Fotos nicht retuschiert oder bearbeitet, Nachbearbeitung findet er lästig: „Das ist für mich so wie der Abwasch, nachdem ich etwas Fantastisches gegessen habe“, sagt er. Deswegen stellt er seine Kamera so ein, dass seine Fotos aussehen, wie er sie sich vorstellt. Wichtig sei dabei auch das Ungestellte, Spontane: „Ich fotografiere das, was ich vorfinde“, sagt Marus Schwier. Eben auch ein unbelebtes Düsseldorf.

Band Seine Fotografien der Stadt hat Marcus Schwier in der Architektenkammer NRW und der Kunsthalle Düsseldorf ausgestellt und in einem Buch zusammengefasst: „Marcus Schwier: Düsseldorf“  zeigt  unter anderem das Rheinstadion und die Etablissements an der Rethelstraße. Das Buch ist erhältlich unter 
www.grupello.de.

Auszeichnung Für seine Aufnahmen erhielt er den Kunstpreis der DZ-Bank.

Infos zum  Fotografen auf seiner Homepage: 
www.marcusschwier.net

Quelle: Rheinische Post vom 19.04.2020

Text: Janina Esau

Rheinstadion 2001, Photo Marcus Schwier

Stadtmuseum Düsseldorf: 175 Jahre Verein der Düsseldorf Künstler 1844 | Zwischen Hungertuch und Kunstpalast

8.9.2019 – 5.1.2020

Berger Allee 2

40213 Düsseldorf

Öffnungszeiten Di.- So. von 11.00-18.00 Uhr

MARCUS SCHWIER: DUESSELDORF
Rheinstadion 2001, Photo Marcus Schwier

Die Ausstellung 175 Jahre Verein der Düsseldorfer Künstler 1844 gibt einen Überblick über die lange Geschichte des Vereins und dessen Mitglieder. Marcus Schwier zeigt Schwarz-Weiss-Arbeiten vom Rheinstadion aus dem Jahr 2001.

Entwurf Zukunft? | Finissage zum Bauhaus-Jahr 2019 im Museum Ratingen am 6. Oktober 2019

Marcus Schwier: Ratingen-West im Museum Ratingen anlässlich des Bauhaus Jubiläums
Marcus Schwier im Museum Ratingen

Mit Architekturfotografien von Marcus Schwier

Anlässlich der Finissage der Ausstellung sind die Aufnahmen aus der Serie „MARCUS SCHWIER: RATINGEN-WEST als exklusiver signierter Original Abzug direkt im Museum Ratingen erhältlich. Größe 30 x 45 cm

Museum Ratingen | Marcus Schwier
Bauhaus: Ratingen West | Foto Marcus Schwier

Rahmenprogramm der ganztägigen Finissage am 6. Oktober 2019:

11:30 Uhr – Rundgang mit Boris Nieslony durch die aktuelle Ausstellung“

13:00 Uhr – Impulsvorträge zu „Ratingen-West und das neue Bauen“

· Ratingen-West, städtebauliches Ideal oder Verlegenheitslösung? – Markus Lehrmann, Hauptgeschäftsführer Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

· Die soziale Mission der modernen Architektur – Prof. Dr. Thorsten Scheer, Peter Behrens School of Arts

· Präsentation Architekturmodell Ratingen-West

14:30 Uhr – Impulsvorträge zu „100 Jahre Bauhaus“

· Bauhaus: eine Fata Morgana? – Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn

·Bauhaus mit Ausblick – Christine Ferreau, M.A., Landschaftsverband Rheinland, Projektkoordination „Bauhaus 100 im Westen“ und „Mies im Westen“.

Der Eintritt in das Museum am 6. Oktober sowie der Besuch der Vorträgen ist kostenfrei.

Ratingen West | Marcus Schwier Architekturfotografie

Künstlergespräch von Marcus Schwier: Stadtraum als Bildraum | Ratingen-West

21. Juli 2019 um 11.30 Uhr

Museum Ratingen, Peter-Brüning-Platz 1, 40878 Ratingen

Stadtraum als Bildraum
Ratingen West | Marcus Schwier Architekturfotografie

Das Museum Ratingen lädt am 21. Juli um 11:30 Uhr zu einem Künstlergespräch mit dem Architekturfotografen und Architekturtheoretiker Marcus Schwier und Markus Lehrmann, Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und Geschäftsführer des Baukunstarchivs NRW Dortmund ein. Anlass des Künstlergesprächs mit Marcus Schwier ist die Ausstellung „Marcus Schwier: Ratingen-West“, die seit April dieses Jahres im Museum Ratingen zu sehen ist. Bekannt wurde Marcus Schwier für seine Architekturaufnahmen in Metropolen auf der ganzen Welt.


Schwier zeigt parallel zur Ausstellung im Bauhausjahr „Entwurf Zukunft. Ratingen-West und das Neue Bauen“ eine Momentaufnahme des Stadtteils Ratingen-West, die im Sommer 2018 entstanden ist. Mit seinen Exponaten schuf Schwier ein Porträt von Ratingen-West allein anhand der Architektur und des Städtebaus. Der Blick des Fotografen fokussiert hierbei vor allem die Gebäude, die Räume, ihre Formen und Volumina.


Die Ausstellung „Marcus Schwier: Ratingen-West“ ist Teil der Serie von „Stadtporträts“, zu der auch die Arbeit: „Marcus Schwier: DÜSSELDORF“ (Architektenkammer NRW 2018), „Marcus Schwier: FÜRTH“ (kunst galerie fürth 2018) „Marcus Schwier: RAVENSBURG“ (Kunstmuseum Ravensburg 2018) gehören. Für Schwier bilden die räumliche Verortung, das Ortspezifische, Heimat und Zugehörigkeit konstitutive Komponenten seiner Arbeit.

Museum Ratingen | Bauhaus

Eröffnung: 12.04.2019 um 19.00

Peter-Brüning-Platz 1

40878 Ratingen

mit Architekturfotografien von Marcus Schwier

Museum Ratingen | Marcus Schwier
Bauhaus: Ratingen West | Foto Marcus Schwier

Entwurf Zukunft. Ratingen-West und das Neue Bauen

12. April – 6. Oktober 2019

Der städtische Raum als urbaner Denk- und Vorstellungsraum wird anhand des Bauprojekts Ratingen-West untersucht. Hierbei werden die intensiven Diskussionen, der Wettbewerb sowie die Utopien der Entstehungszeit in einen Kontext zu parallel und früher entstandenen Großprojekten der Stadtentwicklung gestellt. Baugruppen, Projekte und Stadtplanungskonzepte dokumentieren in der Ausstellung mittels Planmaterialen, Fotografien, Modellen und Schriftstücken die Geschichte und aktuelle Bedeutung von Ratingen-West. Die Visionen der Weimarer Zeit als Spannungspol für die Gegenwart?

Im Rahmen und in Zusammenarbeit mit:

100 Jahre Bauhaus im Westen, LWL, LVR

KUNSTHALLE DÜSSELDORF NACHTFOYER:

Marcus Schwier: Düsseldorf

Renata Jaworska: Karten und Gebiete

Buchpräsentation | Vorzugsausgabe | Signierstunde

22.01.2019

19-22 Uhr

MARCUS SCHWIER: DUESSELDORF
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Marcus Schwier; Renata Jaworska

Kunsthalle Düsseldorf

Grabbeplatz 4,

40213 Düsseldorf,

Eintritt + Imbiss 2,- Euro

Marcus Schwier | Renata Jaworska
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Marcus Schwier; Renata Jaworska

 

Der Düsseldorfer Fotokünstler Marcus Schwier ist bekannt für seine Architekturaufnahmen in Metropolen der ganzen Welt. Für eine Ausstellung im vergangenen Frühjahr im Haus der Architekten hatte der Künstler Fotoreihen zusammengestellt, die wichtige Entwicklungsschritte der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zeigen. Den Katalog zur Ausstellung stellt er am 22. Januar in der Kunsthalle Düsseldorf der Öffentlichkeit vor.

Die Werke von Marcus Schwier sind regelmäßig in Ausstellungen und Architekturfachzeitschriften zu sehen. In der Ausstellung „MARCUS SCHWIER: DÜSSELDORF“, die im Frühjahr 2018 im Haus der Architekten zu sehen war, hatte er auch eigens für diese Schau angefertigte Werke vorgestellt.

Das Ortspezifische, Heimat und Zugehörigkeit sind für Schwier neben dem Raum konstitutive Komponenten seiner Arbeit. Die Reduktion auf das Wesentliche kennzeichnet immer wieder auch die Serien, die Marcus Schwier in seiner Geburtsstadt Düsseldorf angefertigt hat; und die er thematisch oftmals an anderen Orten fortführt. Seine Bilder künden in gleicher Weise vom Verschwinden wie vom Werden. Sie zeigen Momentaufnahmen des urbanen Wandels einer Großstadt. Diese Bilder sind zusammengefasst im Ausstellungskatalog „Marcus Schwier: Düsseldorf“, den er nun der Öffentlichkeit vorstellt.

Buchvorstellung im Rahmen des „Nachtfoyer“ am 22. Januar 2019, 19.00 Uhr, in der Kunsthalle Düsseldorf (Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf). Zeitgleich stellt auch die Künstlerin Renata Jaworska ihren Ausstellungskatalog zu „Karten und Gebiete“ vor.

Renata Jaworska, Marcus Schwier und Gregor Jansen in der Kunsthalle Düsseldorf
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Renata Jaworska und Marcus Schwier

 

Rheinstadion Edition von Marcus Schwier vor Vitra Stühlen
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Renata Jaworska und Marcus Schwier

 

Treppenaufgang Kunsthalle Düsseldorf
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Renata Jaworska und Marcus Schwier

 

Serie "Marcus Schwier: Düsseldorf"
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Renata Jaworska und Marcus Schwier

 

Architekturfotografie mit Treppe im Stil des Brutalismus
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Renata Jaworska und Marcus Schwier

 

Vitra Stühle in der Kunsthalle vor Edition von Marcus Schwier
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Renata Jaworska und Marcus Schwier

 

Aussenansicht Kunsthalle Düsseldorf, Ausstellung Marcus Schwier
Kunsthalle Düsseldorf | Nachtfoyer: Renata Jaworska und Marcus Schwier

NEUERSCHEINUNG | MARCUS SCHWIER: DÜSSELDORF

Vorwort: Markus Lehrmann

Einführung: Jule Schaffer

Mit 120 Fotos
144 Seiten, Broschur mit Fadenheftung, Format: 16 x 24 cm
ISBN 978-3-89978-304-9, Erscheinungsjahr: Juli 2018

Grupello Verlag

Grupello Verlag Neuerscheinung: Stadtportrait
Marcus Schwier: Düsseldorf

Marcus Schwier ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Photographen der Gegenwart. Er begann mit Architekturphotographie, bevor sich sein Interessenfeld auf Innen- und Außenräume, Landschaften und Urbanität weitete. Dieser Katalog aus Anlaß des neuen jährlichen Fotofestivals »Düsseldorf Foto« (16. bis 25. Februar 2018) beinhaltet ausschließlich Aufnahmen aus Düsseldorf, für die Marcus Schwier bereits einen Kunst preis der DZ-Bank (vormals DG-Bank mit einer Ausstellung im Sprengel Museum Hannover erhielt. In dem Band werden jedoch auch noch nie gezeigte alte und neue Aufnahmen veröffentlicht.

Eine Stadt ist ein lebender Organismus, der einem kontinuierlichen Wandel unterliegt. Oftmals geschieht dieser – wie beim Menschen auch – kaum merklich. Und erst, wenn man mit einigen Jahren Abstand erneut zusammentrifft, treten Unterschiede zu früheren Altersstufen deutlich hervor.

Für Marcus Schwier bilden die räumliche Verortung, das Ortspezifische, Heimat und Zugehörigkeit konstitutive Komponenten seiner Arbeit. Die Reduktion auf das Wesentliche kennzeichnet immer wieder auch die Serien, die Marcus Schwier in seiner Geburtsstadt Düsseldorf angefertigt hat – und die er thematisch oftmals an anderen Orten fortführt.

„Marcus Schwier: DÜSSELDORF“ zeigt in der fotokünstlerischen Umsetzung wichtige Entwicklungsschritte der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Die Bilder künden in gleicher Weise vom Verschwinden (Studienhaus, Rheinstadion) wie vom Werden. Sie zeigen Momentaufnahmen des urbanen Wandels einer Großstadt, die zugleich Zeitreise und in der Zusammenschau auch ein historischer Zeitraffer sind. Zu erleben ist das Kaleidoskop einer Stadt.

 

MARCUS SCHWIER: DÜSSELDORF

Vorwort von Markus Lehrmann | Einführung von Jule Schaffer |
Grupello Verlag, 2018, ISBN 978-3-89978-304-9

Mit 120 Fotos |
144 Seiten, Broschur mit Fadenheftung, Format: 16 x 24 cm |

The photographer Marcus Schwier is known for his architectural shots of metropolises all around the world. Beyond room and space, important constituents of his work are localization and the specifics of a place, town or city, as well as the concepts of home and affiliation.

Marcus Schwier first studied architecture, then he was a student of photography at the art academy, both in Düsseldorf. Here, in his hometown, he continuously produces series of photographs that are continued or finished at other places. The exhibition MARCUS SCHWIER: DÜSSELDORF shows well-known series of photographs as well as numerous works that are to be seen for the first time.